blog 0063 - regan und gandhi

24.10.2014 05:03

die theorie, die der bewegung für tierrechte zugrunde liegt, zeigt,
dass diese bewegung ein teil der menschenrechtsbewegung ist
und dieser nicht feindlich gegenübersteht.

die theorie, die die rechte der tiere rational begründet,
liefert auch eine grundlage für die menschenrechte.

demnach sind jene, die an der bewegung für tierrechte teilnehmen,
partner im kampf für die sicherung der menschenrechte -
die rechte der frauen, zum beispiel,
oder der minderheiten, oder der arbeiter.

(tom regan, *1938)

tom regan ist ein us-amerikanischer philosoph.
sein „case for animal rights gilt als klassiker in der tierethik
und stellt die erste ausarbeitung einer
abolitionistischen* tierrechtsposition dar.

als junger hochschullehrer sah sich regan
durch seine teilnahme an den friedensprotesten
im kontext des vietnamkriegs dazu veranlasst,
über die pazifistische position
philosophisch nachzudenken und zu schreiben.

die fragen, die dieses thema aufwirft,
führten ihn zu einer intensiven lektüre der schriften gandhis.

für gandhi kommt der idee der ahimsa,
was oft mit gewaltfreiheit übersetzt wird,
eine schlüsselrolle in seiner pazifistischen theorie politischen wandels zu.

ganz selbstverständlich war für gandhi,
die idee der gewaltfreiheit auch auf tiere anzuwenden.
da menschen gut ohne gewalt gegenüber tieren leben könnten –
insbesondere ohne die gewalt der tierhaltung.

und da man nach möglichkeit
gewalt immer unbedingt vermeiden sollte,
verstand es gandhi als eine ethische pflicht,
vegetarisch zu leben.

*abolitionismus:
bewegung zur abschaffung der sklaverei,
kampf gegen die prostitution,
abschaffung des bisherigen strafrechtlichen systems