blog 0094 - über gut und böse

24.11.2014 08:55

die welt ist auch durchsetzt und durchfressen
von parasitären geistern, lebenszerstörern
und unsichtbaren krankheitserregern,
die man in den religionen dämonen nennt.

für jesus war die welt beherrscht und ausgesaugt
von dem grössten parasiten, dem teufel.
deshalb „ist erschienen der sohn gottes,
dass er die werke des teufels zerstöre, auflöse!“.

in dieser welt haben also
die tiere viel unheil angerichtet
und noch viel mehr der mensch,
und das meiste hat der teufel getan.

die natur ist das resultat einer
kosmischen und präexisienten perversion,
in die menschen und tiere verstrickt sind,
und deren verursacher nicht gott,
sondern der teufel ist.

im hinblick auf das böse in der welt
sagt jesus: „das hat der feind getan.“

jesus unterscheidet also mindestens zwei götter,
gott und den teufel, er ist dualist.
sein gott ist absolute liebe,
freundes- und feindesliebe,
menschen- und tierliebe.

das christentum hat einen
falschen gottesbegriff seit 2000 jahren
und dem entspricht ganz seine fehlentwicklung
in der natur und in der geschichte.

der kirchliche glaube an den einen allmächtigen,
alles verursachenden, alles regierenden
und für alles geschehen auf der welt
verantwortlichen schöpfer himmels und der erde
ist keine schöpferische neuerkenntnis,
sondern ein ganz primitiver und naiver gottesglaube,
den es auch ohne christentum gegeben hat und gibt.

dieses sonntag für sonntag in den kirchen
von der ganzen gemeinde mit inbrunst
als besonderes heiligtum zelebrierte glaubensbekenntnis
dient der bestärkung und verewigung des aberglaubens,
dass himmel und erde vollkommene
und ausschliesslich göttliche schöpfungen seien.

so wird verhindert, dass die gemeinde
auf den gedanken kommen könnte,
eine kritische, abstinente und erlösende haltung
gegenüber der natur und der geschichte einzunehmen.

das glaubensbekenntnis unterschlägt
auch den teufel und den sündenfall,
ohne dass die gläubigen auf die frage kommen,
warum eigentlich ein welterlöser nötig ist
für eine welt,
die von gott geschaffen und vollkommen ist.

hier steckt der wurm im gebälk der theologie.

revolutionär verändert wird unser denken
und unser verhalten durch einige wenige fundamentale,
wahrhaft christliche erkenntnisse:

„wir wissen, dass wir von gott sind
und die ganze welt im argen liegt.“

„wer sünde tut, der ist vom teufel.“

das wesen der söhne gottes
ist ihre rückverwandlung
in das vollkommene gottesbild.

und dann erleben nicht nur wir,
sondern auch die tiere
die offenbarung der söhne gottes.

mensch und tier stehen solange
weithin in einem kriegszustand miteinander.

(auszug: „der verrat der kirche an den tieren“)

… oder gottlos zusammengefasst:
das gute und böse im menschen.

(werner)

(carl anders skriver, 1903-1983, siehe blog 0070+0089)

carl anders skriver beurteilte menschen
nicht nach ihren schwächen oder fehlern,
sondern nach dem,
was sie zum erstehen einer
besseren, liebevollen welt beitragen.

(michael und petra skriver)