blog 0114 - gefühlsmenschen

14.12.2014 08:11

jedes tier, an dem geld zu verdienen ist,
wird gnadenlos gejagt, gequält und getötet.

konrad lorenz hat einmal gesagt,
tiere seien gefühlsmenschen mit etwas weniger verstand.
dieses etwas weniger verstand -
ein gradueller, kein qualitativer unterschied -
macht die tiere einerseits liebenswert,
andererseits aber arg- und daher wehrlos:
die grosse folge der kleinen differenz
besteht unter anderem darin,
dass tiere uns menschen
auf gedeih und verderb ausgeliefert sind.

die schöpfung hat sie uns - ähnlich den kindern -
zur fürsorglichen obhut und pflege anvertraut.
doch wir haben aus ihnen neue untermenschen geschaffen,
die nach belieben misshandelt, missbraucht,
ausgebeutet und vernichtet werden -
die so genannten tierschutzgesetze
schützen nicht die opfer, sondern die täter. 

(ilja weiss, *1953)


 www.zfd-online.net/Bilder/A10.pdf


hessen hat einen ruf als wiege des tierschutzes zu verteidigen.
hier wurde 1990 der erste tierschutzbeauftragte
der welt berufen, der journalist ilja weiss.

es war ein signal des cdu-ministerpräsidenten wallmann,
und vielleicht schon ein früher vorbote
von schwarz-grün in hessen, wer weiss.

weiss-nachfolgerin madeleine martin
kämpfte jahrelang vergeblich dafür,
männliche küken nicht nach der geburt zu schreddern,
wie es millionenfach üblich ist.
sie setzen nicht schnell genug brustfleisch an,
damit es sich wirtschaftlich lohnt.

plötzlich zeigt sich: eigentlich waren alle immer dafür.
gut, dass die tiere das nicht hören müssen.

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