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blog 0199 - angst

04.04.2015 09:00

alle menschlichen verbrechen haben
im verbrechen am tier ihre vorform:
hier lernen die menschen und üben sie sich im
verfolgen, jagen, fangen, töten, aufspiessen,
abstechen, köpfen, abknallen,
hier lernen sie die freude am treffen,
am rekord im töten,
bis sie dann abgerichtet sind,
um das alles eines tages auch
gegen menschen anwenden zu können.

hier liegt die unsterbliche wahrheit des tolstoiwortes:
„solange es schlachthäuser gibt, wird es auch schlachtfelder geben.“

hier ahnt man die erziehungsbedeutung der ehrfurcht
vor dem leben der tiere für die menschwerdung des menschen.

auch dass man menschen „wie vieh“ behandelt
oder als versuchskaninchen,
hat man doch an den tieren gelernt,
ebenso die euthanasie und die künstliche besamung,
über die man erst dann entsetzt ist,
wenn hemmungslose wissenschaftler solche dinge
nun auch bei den menschen einführen wollen.

wie sie wissen, unterscheidet man hochstehende
von niedrigstehenden tieren.

ich glaube, dass der schluss von der grösse
oder kleinheit des körpers auf die seele
ein materialistischer fehlschluss ist.

kleinste tierchen wie raupen, blattläuse,
von der fliege ganz zu schweigen,
erkennen rechtzeitig die bösen absichten
des menschen gegen sie und retten ihr leben.

das ist viel mehr als blosse schmerzempfindlichkeit,
die hier noch gar nicht stattgefunden hat.

„instinkt?“ nun gut, wenn sie wissen, was und wer der ist.

hier reagiert leben, gefühl und intelligenz.

wenn sie meinen, dass sie die tiere nicht quälen,
weil sie angeblich keine seele haben, nun,
dann quälen sie eben die götter dieser tiere.

mäuse, meerschweinchen, kaninchen sind relativ
schon recht grosse und empfindliche, übrigens niedliche tiere.

möchten sie vielleicht tauschen mit dem schicksal,
ein tier zu sein? ein vivisektionstier?

warum denn nicht, wenn es doch nicht so schlimm ist?

erst wenn man den menschen ein kind wegnehmen würde,
um es zu vivisezieren oder
um mit ihm experimente auf lebensgefahr zu machen,
dann würden sie endlich erwachen zur richtigen einsicht
und zur hellen aufregung und empörung.

auf jeden fall sind katzen, hunde, affen
sehr sensible und sehr bange tiere.

berechtigtes misstrauen gegen die bestie mensch,
ist das nicht ein zeichen hoher intelligenz bei einem tier?

friedrich nietzsche hat das wirklich gute bon mot gesagt:
„wir halten die tiere nicht für moralische wesen.
aber meint ihr denn, dass sie uns für moralisch halten? -
ich fürchte, die tiere betrachten
den menschen als ein wesen ihresgleichen,
das in höchst gefährlicher weise
den gesunden tierverstand verloren hat.“

der philosoph gasset stellte mit sehr tiefgründigem blick fest:
„das tierische leben gipfelt in der angst.“

von angst sind besonders gefesselte tiere erregt,
die ahnen, dass man nichts gutes mit ihnen im sinn hat.

diese angst ist also das psychische material,
an dem die vivisektion herzlos arbeitet.

 

(dr. phil. carl anders skriver, 1903-1983)

quelle: der verrat der kirchen an den tieren



siehe auch:

www.dieratten.net/news/blog-0162-gefahrlichstes-tier/

www.dieratten.net/news/blog-0150-/

www.dieratten.net/news/blog-0070-hagen-rether-zynisch/

www.dieratten.net/news/blog-0089-tierschutz-in-deutscher-dichtung/

www.dieratten.net/news/blog-0094-uber-gut-und-bose/